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Reha spart Kosten

Eine vergleichende Untersuchung zeigt: Zusätzlich werden andere Kosten gespart: In den zwei Jahren vor ihrer Rehabilitation waren Versicherte durchschnittlich 32 mal beim Arzt, wurden 15 Tage durchschnittlich behandelt, waren 140 Tage arbeitsunfähig. Arzthonorare, Medikamente, Krankenhausaufenthalte, Entgeltfortzahlung, Krankengeld, Produktionsausfall summierten sich in dieser Zeit durchschnittlich auf mehr als 20.000 Euro.

In den zwei Jahren nach der Rehabilitation sank die Zahl der Krankheitstage um mehr als die Hälfte, vor allem bei Herz-Kreislauf- und psychischen Erkrankungen. Ebenso ging die Zahl der Arztbesuche und die Menge der eingenommenen Medikamente zurück. Die errechneten Kosten sanken um 12.500 Euro. Lediglich sieben Prozent der Rehabilitanden bezogen nach den zwei Jahren bereits Rente.
Zehn Jahre lang wurden Herzinfarktpatienten in einer schwedischen Studie nach ihrer Rehabilitation (Mit Patientenschulung, Raucherentwöhnung, Ernährungsberatung und regelmäßigem körperlichen Training) beobachtet. Ergebnis: Sterblichkeit und Rückfälle wegen Herz-Kreislauf-Erkrankungen waren bei dieser Gruppe deutlich zurückgegangen; die meisten Rehabilitanden waren noch beruflich aktiv.
Stellt man Aufwand und Nutzen einer medizinischen Rehabilitationsmaßnahme einander gegenüber, dann kostet eine stationäre medizinische Rehabilitation – einschließlich der sehr kostenintensiven Suchtbehandlungen – die Rentenversicherungen im Durchschnitt etwa 3.750 Euro. Aber jeder Monat, um den eine Berentung wegen Erwerbsminderung hinausgeschoben werden kann, bringt der Versichertengemeinschaft durch weitergezahlte Beiträge und später zu zahlende Rente durchschnittlich 1.175 Euro. Rein rechnerisch hat sich nach vier Monaten eine Reha-Maßnahme für die Rentenversicherung bezahlt gemacht.
Die Beitragsgelder von zwei Prozent für Rehaleistungen sind also gut angelegtes Geld.

(Auszug aus „gesichertes leben  5/2001, Zeitschrift des Verbandes der Rentenversicherungsträger)

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